Schülerteams der Hebelschule nahmen erfolgreich bei „Jugend forscht“ teil

Grupenfoto der Schülerteams beim diesjährigen Wettbewerb von Jugend forscht teil.

Mit elf Schülerinnen und Schüler aus insgesamt vier Jahrgangsstufen nahmen gleich vier Schülerteams an der diesjährigen Wettbewerbsrunde von Jugend forscht teil. Ihre Forschung stellten sie Ende Februar auf dem Regionalwettbewerb für Südbaden in Freiburg vor. Dabei wurden die Teams der Hebelschule nicht nur mit Sonder- und Schulpreisen geehrt. In zwei Fachbereichen konnte sogar jeweils der zweite Platz erreicht werden.

Tatort Straßenlaterne
In dem Projekt von Fritz Gablitzka, Robin Großklaus und Theodor Weber, allesamt aus der 6c, ging es um den Schutz von nachtaktiven Insekten durch angepasste und artgerechtere Straßenbeleuchtung. Sie fanden heraus, dass Lampenkopf-Konstruktionen häufig zu weit in die Umgebung strahlen und deren Licht die natürliche Orientierung von Fluginsekten beeinflusst. So locke der Blaulichtanteil der Leuchtmittel zum Beispiel Nachtfalter bis aus einem Kilometer Entfernung an. Das Dramatische daran: Die Insekten, die das Blaulicht umfliegen, umkreisen dieses oft bis zur völligen Erschöpfung. Diejenigen Tiere, die dann zu Boden fallen, werden zum Beispiel von Fressfeinden verspeist oder sterben erschöpft unter der Laterne. Dies führe zur Dezimierung von Fluginsekten in einem großen Radius. Mit ihren Messungen konnten die Sechstklässler zeigen, dass Ortsrandbereiche von besonderer Bedeutung sind. Ihre Versuche, mit Filtern an den Lichtquellen eine Reduzierung des Blaulichtanteils zu bewirken, waren erfolgreich. Damit leisten Fritz, Robin und Theodor einen aktiven Beitrag zum Erhalt der nachtaktiven Insekten. Ihr Projekt erhielt den zweiten Platz im Fachbereich Geo- und Raumwissenschaften der Wettbewerbssparte „Jugend forscht junior“ sowie einen Umweltpreis.

Das bessere Warndreieck 2.0
Bei einer Panne oder einem Unfall im Straßenverkehr ist es wichtig, die Unfallstelle abzusichern. Dabei kommt es immer wieder zu Unfällen beim Aufstellen des Warndreiecks, zum Beispiel auf der Autobahn. Dass das handelsübliche Warndreieck noch Schwächen, beispielsweise bei Aufbau und Standfestigkeit hat, fanden Nico Lindenmann, Akim Yevseiev und Maximilian Bökfi aus der 7b heraus. Bereits in ihrem Vorgängerprojekt hatten sie das gängige Warndreieck so überarbeitet, sodass es aus sicherer Position heraus, zum Beispiel hinter der Leitplanke aufgestellt werden konnte. Mit dem auf dem Regionalwettbewerb vorgestellten Prototyp konnten sie die Aufbauzeit sowie die Sichtbarkeit des Dreiecks weiter verbessern. Ihr Beitrag zum Fachbereich Arbeitswelt wurde mit einem Sonderpreis bedacht.

Der Audioguide zur Wiederbelebung
Im Projekt von Karina Kaiser, Alina Schopferer und Nele Spitz aus der 8c wurde ein Audioguide zur Wiederbelebung entwickelt. Das Wiederbeleben eines Menschen mit Kreislaufstillstand ist eine Ausnahmesituation, die viel Konzentration und zügiges Handeln erfordert. Obwohl man die Basismaßnahmen in einem Erste-Hilfe-Kurs einübt, haben viele Menschen Hemmungen oder Angst, etwas falsch zu machen. Hierbei soll der von den Achtklässlerinnen vorgestellte Assistent Laien mithilfe von einfachen Sprachanweisungen zur Herz-Lungen-Wiederbelebung anleiten. Entsprechend den Leitlinien des Deutschen Rats für Wiederbelebung und insbesondere nach der Kampagne „Ein Leben retten 100 Pro Reanimation“ wurden Sprachanweisungen erstellt. Besonderes Augenmerk legten die drei Achtklässlerinnen darauf, ob die Sprachanweisungen ihres Audioguides sogar vorteilhafter im Vergleich zu gängigen Erste-Hilfe-Apps sind. Hierzu führten sie eine ausführliche Testreihe mit insgesamt 15 Testpersonen durch. Die Erkenntnisse: Insbesondere bei der Tiefe der Herzdruckmassage sowie der Frequenz ließen sich Vorteile feststellen. Für dieses Engagement im Bereich der Ersten Hilfe erhielten Karina, Alina und Nele einen Sonderpreis.

Drill Guard Two
Malte Boll und Till Schmid aus der neunten Klasse wissen: Für viele Heim- und Handwerker ist es nützlich, die genaue Bohrtiefe bei einer Bohrung mit der Bohrmaschine oder dem Akkuschrauber zu kennen. So benötigen Kunststoffdübel zum Beispiel eine von der Tiefe her passende Bohrung, um sicher eingesetzt zu werden. Der von den beiden Neuntklässlern weiterentwickelte „Drill-Guard Two“, mit dessen Vorgängerversion die Schüler schon im letzten Durchgang dabei waren, kann dabei nicht nur die exakte Bohrtiefe messen, sondern auch die Neigung zur Wand. Dafür wurde ein Akkubohrer gleich mit mehreren Sensoren sowie einem Display ausgestattet. Auf dem Akkubohrer-Display werden dann die Millimeter und die Gradzahlen angezeigt, damit Bohrungen in allen drei Ebenen korrekt durchgeführt werden. Diese Weiterentwicklung beeindruckte die Jury so sehr, dass Malte und Till neben einem Sonderpreis den zweiten Platz im Fachbereich Arbeitswelt zugestanden bekamen.

Für ihr Engagement, gleich vier Projektteams betreut zu haben, erhielt die Hebelschule einen Schulpreis in Höhe von 250€, den die Jufo-Lehrer Georg Kirsch und Tobias Joos gerne entgegennahmen.